Berühmtes Opernhaus
Venedig - Theatro La Fenice
La Fenice
Venedig - Theatro La Fenice
Das Theatro La Fenice befindet sich in Venedigs Stadtteil San Marco. Nachdem im Jahr 1773 das wichtigste Opernhaus Venedigs dem Feuer zum Opfer gefallen war, konnte sich die Betreibergesellschaft und die Patrizierfamilie, welche die Eigentümer waren, nicht über den Wiederaufbau einigen. Daraufhin beschlossen die Betreiber, ein eigenes Haus zu errichten. Dieses wurde am 6. Mai 1792 eröffnet und in Anspielung auf die Brandkatastrophe "La Fenice" (italienisch für Phönix) benannt. Die Bühne wurde schnell eine der bedeutendsten Italiens und Europas und erlebte zahlreiche Uraufführungen.
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Weltpremieren
Venedig - Theatro La Fenice
Wie in Italien üblich, wurde damals im Karneval, zu Pfingsten und im Herbst gespielt. Bereits 1836 wurde das Haus neuerlich durch ein Feuer schwer beschädigt. Diese Schäden konnten innerhalb Jahresfrist behoben werden; der Ruf des Hauses blieb unverändert erhalten. Insbesondere Giuseppe Verdi wählte diese Bühne häufig für die Weltpremieren seiner Werke (Ernani, Attila, Rigoletto, Simon Boccanegra, La traviata). Nach der Einigung Italiens 1870 wurden Mailand, Rom und Neapel verstärkt als Opernzentren gefördert, worunter die Bedeutung von La Fenice aber nie maßgeblich litt.
Musik-Biennale
Venedig - Theatro La Fenice
1883, zwei Monate nach Richard Wagners Tod (in Venedig), fand die italienische Erstaufführung seines vierteiligen Werks "Der Ring des Nibelungen" statt. Nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte das Haus im Rahmen der Musik-Biennale Venedigs einen neuerlichen Aufschwung. In diesem Umfeld wurde das Festival für zeitgenössische Musik veranstaltet, was auch wieder zu zahlreichen Uraufführungen Anlass gab (Igor Strawinski, Benjamin Britten, Sergei Prokofjew, Luciano Berio, Luigi Nono, Bruno Maderna, Sylvano Bussotti).
Großbrand 1996
Venedig - Theatro La Fenice
Ende des 20. Jahrhunderts folgte das nächste Unglück: Während einiger Renovierungsarbeiten wurde am 29. Januar 1996 das Gebäude von einem Elektroingenieur und seinem Cousin in Brand gesteckt, weil der Brandstifter eine Konventionalstrafe von € 7.500,00 wegen Arbeitsverzuges umgehen wollte. Das Theater brannte bis auf die Grundmauern nieder. Mit Hilfe von Fotos und Filmdokumenten wurde das Theater originalgetreu rekonstruiert und wieder aufgebaut. Am 12. November 2004 konnte nach der Fertigstellung der modernsten Bühnenmaschinerie der Welt auch der Opernbetrieb wiederaufgenommen werden.
Das Gran Teatro la Fenice wird ganzjährig durch das „Orchestra del Teatro la Fenice“ mit Sinfoniekonzerten bespielt. Die Opernspielsaison beginnt im Januar (zum Unterschied der meisten anderen italienischen Opernhäusern) und endet im Dezember.


